Die richtige Ernährung in der kalten Jahreszeit

Wie man zusätzlich mit den passenden Lebensmitteln für wohlige Wärme von innen sorgen kann

Damit die inneren Organe wie Herz, Gehirn, Leber und Nieren richtig arbeiten können, muss die Körpertemperatur eines gesunden Menschen bei rund 37 Grad Celsius liegen. Kühlt der Organismus aus, versucht er durch schnelle Kontraktion der Muskeln entgegenzuwirken. Bei dieser Zitter-Bewegung entsteht Wärme.

Um unseren Körper in der Winterzeit mit der richtigen Ernährung zu unterstützen, hilft es oft schon, auf unser Bauchgefühl zu hören. Bei den meisten Menschen steigt automatisch das Bedürfnis nach kräftigen, würzigen und warmen Speisen. Wir wissen, was uns jetzt guttut.

Ingwer: Die wärmende Eigenschaft entfaltet das sogenannte Rhizom (Wurzelstock) pur als Tee aufgegossen oder in pikanten Fleischgerichten besonders gut.

Lauchgewächse (Knoblauch, Lauch, Zwiebeln) können nicht nur wärmen, sondern wirken durch die schwefelhaltige Verbindung Allicin antibakteriell.

Chili heizt uns ein und fördert die Durchblutung der Schleimhäute.

Fenchel wärmt und wirkt krampflösend. Bei Erkältungen greift seine schleimlösende Wirkung.

Hafer entfaltet seine wärmende Wirkung besonders gut als warmer Getreidebrei zum Frühstück. Er ist reich an Mineralstoffen wie Phosphor, Magnesium, Eisen und Zink.

Aprikosen enthalten viel antioxidativ wirkendes Beta-Carotin.

Lamm, Wildschwein und Huhn gelten ebenfalls als wärmend. Aus ihrem Fleisch lassen sich tolle Schmorgerichte, Currys oder Braten-Gerichte herstellen.

Ziegenmilch und Ziegenkäse erwärmen den Körper und enthalten weniger Casein als Kuhmilch. Zu viel Casein kann die Darmbarriere schädigen.

Gewürze wie Pfeffer, Chili, Ingwer, Curry und Muskat wirken wärmend. Auch die Kräuter Koriander, Rosmarin und Thymian besitzen diese Eigenschaft. Besonders winterlich schmecken Nelken, Kardamom und Zimt.

Herbstgemüste - Tipps für die richtige Ernährung in der kalten Jahreszeit: Mit passenden Lebensmitteln für wohlige Wärme von innen sorgen

Wärmende Zubereitungsarten

Mit der Art der Zubereitung kann die thermische Wirkung von Lebensmitteln noch verstärkt werden. Salate und Rohkost rauben Energie und kühlen aus. Eintopf- und Schmorgerichte, Grillen, Braten und Rösten verstärken die wärmenden Eigenschaften der Lebensmittel. Ein paar Tipps für den Ernährungsalltag:

  • Gemüsepfanne statt Rohkost
  • Gemüsespaghetti mit warmer Soße statt Salat
  • Warmer Haferbrei (Porridge) statt Müsli
  • Suppen und Eintöpfe
  • Gewürz- und Kräutertees oder warmes Ingwerwasser statt kaltem Wasser und Schorlen

Ernährung ist individuell

Natürlich sollte bei der Auswahl der wärmenden oder kühlenden Lebensmittel der Stoffwechsel berücksichtigt werden. Schöpfe aus der Vielfalt des Angebots deines individuellen Ernährungsplans.

Ich berate dich gerne.

Deine Juliane Danziger