Kälteempfindlichkeit, dauernde Müdigkeit und Antriebsschwäche, nachlassende Leistungsfähigkeit? Du isst wenig und nimmst trotzdem an Gewicht zu? Das kann an deiner Schilddrüse liegen.
Die Schilddrüse ist ein kleines Organ unterhalb des Kehlkopfes. Sie etwa die Größe einer Walnuss. Sie bildet zwei lebenswichtige Hormone: Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4).

Das Miniorgan lenkt fast alle wichtigen Funktionen im Körper: Nerven und Muskeln, Herz- und Kreislauf, Magen und Darm und den gesamten Stoffwechsel. Sie beeinflusst mit ihren Hormonen das seelische Wohlbefinden, Sexualität und sogar das Wachstum von Haaren, Haut und Nägeln. Von der ersten Entwicklungsphase im Mutterleib bis zum jugendlichen Alter steuert die Schilddrüse die gesamt geistige und körperliche Entwicklung.
Für ihre tägliche Arbeit benötigt die Schilddrüse Jod, Selen, Magnesium, Calcium und Zink.
Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion wird der Körper mit zu vielen Schilddrüsenhormonen „überschwemmt“. Alle Organsysteme werden übermäßig angekurbelt. Der Stoffwechsel läuft auf „Hochtouren“.
Verstärktes Schwitzen, Herzklopfen, schneller Puls, Nervosität, Unruhe, Rastlosigkeit, innere Anspannung, Gewichtsverlust trotz guten Appetits, körperliche Leistungsschwäche, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Regelstörungen und Potenzprobleme sind nur einige der Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion.
Die häufigsten Auslöser für eine Überfunktion sind „heiße Knoten“ oder die Basedowsche Erkrankung (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse).
Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?
Bei einer Unterfunktion werden in der Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet und der Körper damit unzureichend versorgt. Dieser Mangel führt zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen – der gesamte Stoffwechsel läuft auf „Sparflamme“.
Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion sind extrem kälteempfindlich und frieren leicht, leiden unter Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, sind dauernd müde und antriebsschwach, die Leistungsfähigkeit lässt nach, es kommt zu Wassereinlagerungen an verschiedenen Stellen des Körpers. Sie nehmen häufig an Gewicht zu, obwohl sie nicht anders essen als vorher. Eine raue Stimme, trockene Haut, Verstopfung, Zyklus- und Potenzstörungen sind ebenfalls Zeichen einer Unterfunktion.
Schilddrüse und Galle
Die Schilddrüse hat einen engen Bezug zur Galle. Kann die Galle ihre eigene Störung nicht mehr ausgleichen, geht die Belastung auf die Schilddrüse über. Der Zusammenhang wird deutlich in der Redewendung, die man bei Wut äußert: „Ich habe so’n Hals“. Damit ist gemeint, dass der Hals vor Wut anschwillt.
Wut ist das Thema der Galle. Die Emotion wird nicht gelebt und staut sich so im Körper. Galle und Schilddrüse verbindet das Element Eisen. Beide Organe sind am Eisenstoffwechsel beteiligt. Eisenmangel im Blut kann ein Hinweis auf die gestörten Organe Galle oder Schilddrüse sein. Bei allen Belastungen der Schilddrüse gilt es, die Gallenfunktion zu untersuchen.
Gerne beantworte ich deine Fragen zum Thema.
Deine Juliane Danziger



